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Juni 3, 2026
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LinkedIn-Retargeting: Schritt-für-Schritt-Anleitung (2026)

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Die meisten B2B-Käufer schließen den Kauf nicht schon nach dem ersten Klick ab. Sie besuchen eine Website, lesen einen Beitrag, schauen sich ein Video an, vergleichen Alternativen, werden durch ein Meeting abgelenkt und vergessen die Marke dann völlig.

Genau hier liegt die Stärke des LinkedIn-Retargeting. Anstatt ständig dafür zu bezahlen, neue Zielgruppen anzusprechen, konzentriert das Retargeting das Budget auf Personen, die das Unternehmen bereits kennen. Diese haben möglicherweise eine Preisseite besucht, auf einen LinkedIn-Beitrag reagiert, eine Videoanzeige angesehen, sich für ein Webinar angemeldet oder mit früheren Kampagnen interagiert.

Das Ergebnis sind oft geringere Akquisitionskosten, höhere Konversionsraten und ein kürzerer Weg von der Bekanntheit bis zur Verkaufschance.

Für Unternehmen, die in Social Selling, Content-Marketing und bezahlte Kundenakquise investieren, bildet das LinkedIn-Retargeting eine wichtige Brücke zwischen Aufmerksamkeit und Handlung. Anstatt die Konversation von Grund auf neu zu beginnen, wird ein bereits begonnener Dialog fortgesetzt.

Im Jahr 2026 ist Aufmerksamkeit teuer. Retargeting sorgt dafür, dass sie nicht verschwendet wird!

Was ist LinkedIn-Retargeting?

💡 LinkedIn-Retargeting ist eine Werbestrategie, mit der Unternehmen Anzeigen für Personen schalten können, die bereits mit ihrer Marke interagiert haben. Anstatt völlig neue Zielgruppen anzusprechen, konzentriert sich das LinkedIn-Retargeting auf Nutzer, die durch frühere Aktionen ein gewisses Interesse bekundet haben.

Zu diesen Aktionen können der Besuch einer Website, das Aufrufen einer Landingpage, das Ansehen eines Videos, das Öffnen eines Lead-Generierungsformulars, die Interaktion mit einer LinkedIn-Anzeige oder die Interaktion mit Inhalten auf LinkedIn gehören.

Das Ziel ist einfach: Auch nach dem ersten Kontakt präsent bleiben.

Dieser Ansatz funktioniert, weil Kaufentscheidungen im B2B-Bereich selten sofort getroffen werden. Entscheidungsträger informieren sich oft über mehrere Anbieter, beziehen verschiedene Interessengruppen mit ein und prüfen Lösungen mehrfach, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. LinkedIn-Remarketing-Anzeigen tragen dazu bei, dass eine Marke während dieses gesamten Prozesses im Blickfeld dieser potenziellen Kunden bleibt.

Es stehen verschiedene Retargeting-Optionen auf LinkedIn zur Verfügung:

→ Retargeting von Website-Besuchern

→ Retargeting bei Videoanzeigen

→ Retargeting für Lead-Generierungsformulare

→ Event-Retargeting

→ Retargeting für die Interaktion auf der Unternehmensseite

→ Retargeting auf Basis der Interaktion mit Einzelbild- und Karussellanzeigen

→ Retargeting für Konversationsanzeigen

Beispielsweise kann jemand, der eine Preisseite besucht, aber keine Demo bucht, später eine Anzeige mit einer Fallstudie erhalten. Einem Interessenten, der 75 % eines Produktvideos ansieht, kann eine Kundenerfolgsgeschichte angezeigt werden. Jemand, der einen Leitfaden heruntergeladen hat, kann einige Tage später eine Einladung zu einer Demo erhalten.

Dies macht LinkedIn-Retargeting-Anzeigen besonders wertvoll für B2B-Unternehmen mit langen Verkaufszyklen, mehreren Entscheidungsträgern und komplexen Kaufprozessen.

Kosten für LinkedIn-Retargeting

Das Retargeting auf LinkedIn folgt demselben Auktionsmodell wie andere Werbekampagnen auf LinkedIn. Es gibt keine gesonderte Preisstruktur für Remarketing-Zielgruppen. Die Kosten hängen von Faktoren wie der Größe der Zielgruppe, dem Wettbewerb in der Branche, dem Kampagnenziel, der Anzeigenqualität und der Gebotsstrategie ab.

In der Praxis erzielen Retargeting-Zielgruppen oft bessere Ergebnisse als neue Zielgruppen, da sie die Marke bereits kennen. Diese Vertrautheit führt in der Regel zu höheren Interaktions- und Konversionsraten, wodurch Werbetreibende mit demselben Budget bessere Ergebnisse erzielen können.

Mehrere Faktoren beeinflussen die Kosten für das Retargeting auf LinkedIn:

  • Zuschauerzahl
  • Wettbewerbsfähigkeit der Industrie
  • Geografische Ausrichtung
  • Ziel der Kampagne
  • Anzeigenrelevanz und Interaktion
  • Gebotsstrategie

Kleinere Zielgruppen verursachen in der Regel höhere Kosten pro Impression, da das Werbeinventar begrenzt ist. Allerdings erzielen sie oft höhere Konversionsraten, da die Zielgruppe bereits mit dem Unternehmen interagiert hat.

✔️ Eine typische B2B-Retargeting-Kampagne richtet sich in der Regel an Besucher, die Seiten mit hoher Kaufabsicht aufgerufen haben, wie beispielsweise Seiten zu Preisen, Produkten, Demos oder Kundenberichten. Diese Zielgruppen sind in der Regel kleiner als Zielgruppen zur allgemeinen Bekanntheitssteigerung, stehen jedoch einer Kaufentscheidung deutlich näher.

Viele Werbetreibende beginnen mit einem bescheidenen Tagesbudget und erhöhen ihre Ausgaben schrittweise, wenn die Reichweite wächst. Das Ziel besteht nicht darin, die Reichweite zu maximieren.

Das Ziel ist es, die Relevanz zu maximieren. Eine Kampagne, die 500 besonders interessierten potenziellen Kunden gezeigt wird, bringt oft mehr Nutzen als eine Kampagne, die 50.000 Menschen gezeigt wird, die noch nie von dem Unternehmen gehört haben.

💡 Expertentipp: Retargeting funktioniert am besten, wenn die Zielgruppen nach ihren Absichten segmentiert werden. Jemand, der einen Blogartikel besucht hat, sollte nicht dieselbe Anzeige erhalten wie jemand, der innerhalb einer Woche dreimal eine Preisseite aufgerufen hat.

Wie erstellt man Retargeting-Anzeigen auf LinkedIn?

1. Ermitteln Sie die Zielgruppe, die für ein Retargeting in Frage kommt

Bevor Sie den Campaign Manager öffnen oder Zielgruppen erstellen, sollten Sie genau festlegen, wer in den Retargeting-Trichter aufgenommen werden soll. Nicht jeder Besucher verdient das gleiche Maß an Werbeinvestitionen.

Jemand, der sich zehn Sekunden lang einen Blogartikel ansieht, verhält sich ganz anders als jemand, der eine Preisseite besucht, sich eine Produktdemo ansieht oder einen Einkaufsratgeber herunterlädt. Behandelt man beide Zielgruppen gleich, führt dies oft zu verschwendetem Budget und schlechteren Ergebnissen. Beginnen Sie damit, die Aktionen aufzulisten, die auf echtes Interesse hindeuten.

Beispiele hierfür sind:

  • Produktseiten aufrufen
  • Preisinformationen anzeigen
  • Ressourcen herunterladen
  • Videos ansehen
  • Anmeldung zu Webinaren
  • Eröffnungsformulare zur Lead-Generierung
  • Mehrmaliger Besuch der Website

Diese Interaktionen lassen Absichten erkennen. Je stärker das Signal der Absicht ist, desto wertvoller wird die Zielgruppe.

Viele erfolgreiche B2B-Kampagnen richten sich in erster Linie an Zielgruppen mit hoher Kaufabsicht, da diese bereits kurz vor einer Kaufentscheidung stehen und in der Regel weniger Kontaktpunkte benötigen, bevor sie zum Kauf übergehen.

💡 Expertentipp: Eine Retargeting-Zielgruppe sollte das Kaufverhalten widerspiegeln, nicht den Website-Traffic. Konzentrieren Sie sich auf Aktionen, die auf eine Bewertung oder Überlegung hindeuten, statt auf einfache Seitenaufrufe.

2. Installieren Sie das LinkedIn Insight Tag

Ohne Datenerfassung funktioniert Retargeting nicht. Das LinkedIn Insight Tag ist ein kleiner Code-Schnipsel, der einer Website hinzugefügt wird, um die Aktivitäten der Besucher zu erfassen und es LinkedIn zu ermöglichen, im Laufe der Zeit Remarketing-Zielgruppen aufzubauen.

Nach der Installation beginnt es, Informationen über Seitenaufrufe, Konversionen und das Nutzerverhalten zu erfassen. Diese Daten bilden die Grundlage für zukünftige Retargeting-Kampagnen. Das Tag sollte nicht nur auf einigen wenigen einzelnen Seiten, sondern auf der gesamten Website eingesetzt werden. Dies bietet später mehr Flexibilität bei der Erstellung von Zielgruppen.

So wird es beispielsweise möglich, separate Zielgruppen zu erstellen für:

  • Besucher der Preisseite
  • Besucher der Produktseite
  • Blog-Leser
  • Besucher der Demoseite
  • Leser von Fallstudien
  • Webinar-Teilnehmer

Die Installation dauert in der Regel nur wenige Minuten, doch die Erstellung der Zielgruppe nimmt Zeit in Anspruch, da LinkedIn genügend Daten benötigt, bevor Kampagnen mit der Schaltung von Anzeigen beginnen können. Ein häufiger Fehler besteht darin, das Tag erst dann zu installieren, wenn eine Retargeting-Kampagne benötigt wird. Zu diesem Zeitpunkt sind wertvolle Zielgruppendaten bereits verloren gegangen.

💡 Expertentipp: Auch wenn bezahlte Kampagnen derzeit nicht Teil der Strategie sind, ermöglicht die frühzeitige Installation des Insight-Tags den Aufbau von Zielgruppen im Hintergrund und schafft damit zukünftige Werbemöglichkeiten.

3. Erstellen Sie eine Matched Audience im Campaign Manager

LinkedIn-Kampagnenmanager

Sobald das Insight-Tag mit der Datenerfassung beginnt, besteht der nächste Schritt darin, eine Matched Audience. Diese Zielgruppe bestimmt genau, wer zukünftige Retargeting-Anzeigen sehen wird.

In „Campaign Manager“ bietet LinkedIn Werbetreibenden die Möglichkeit, Zielgruppen auf der Grundlage verschiedener Interaktionsarten zu erstellen. Website-Besucher sind nach wie vor die gängigste Option, aber bei weitem nicht die einzige.

Zu den beliebten Quellen für das Publikum gehören:

  • Website-Besuche
  • Videoaufrufe
  • Interaktionen mit Lead-Generierungsformularen
  • Anmeldungen für Veranstaltungen
  • Interaktion auf der Unternehmensseite
  • Anzeigeninteraktion

Die Zusammensetzung der Zielgruppe sollte dem Kaufinteresse der potenziellen Kunden entsprechen. So gehören beispielsweise Besucher, die eine Preisseite aufgerufen haben, möglicherweise zu einem Segment mit hohem Kaufinteresse, während Blog-Leser in eine informative Nurture-Sequenz aufgenommen werden können. Durch die Trennung dieser Gruppen lassen sich relevantere Kampagnen erstellen, was in der Regel zu einer Leistungssteigerung führt.

Auch die Größe der Zielgruppe spielt eine Rolle. Eine zu breite Zielgruppe führt oft zu zu allgemeinen Botschaften. Eine zu enge Zielgruppe hat möglicherweise Schwierigkeiten, genügend Impressionen für eine aussagekräftige Kampagnenauslieferung zu generieren.

Das Ziel besteht darin, das richtige Gleichgewicht zwischen Relevanz und Umfang zu finden.

💡 Expertentipp: Erstellen Sie mehrere Zielgruppen, anstatt ein einziges Sammelsegment zu verwenden. Je besser eine Anzeige auf die Aktion abgestimmt ist, die die Retargeting-Sequenz ausgelöst hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie Interaktionen generiert.

4. Zielgruppen nach Absichtsgrad segmentieren

Nicht alle potenziellen Kunden befinden sich in derselben Phase des Kaufprozesses. Einige recherchieren gerade zu einem Problem. Andere vergleichen Anbieter. Eine kleinere Gruppe ist möglicherweise bereits dabei, intern Lösungen zu prüfen.

Wenn man allen dieselbe Werbung zeigt, führt das selten zu den besten Ergebnissen. Ein effektiverer Ansatz besteht darin, die Retargeting-Zielgruppen nach ihrer Absicht zu unterteilen.

Ein Interessent, der einen Blogartikel aufgerufen hat, benötigt in der Regel Informationen. Ein Interessent, der sich Preisangaben, Kundenberichte und Produktmerkmale angesehen hat, benötigt oft Bestätigung und Beweise.

Ein praktischer Rahmen könnte wie folgt aussehen:

  • Geringes Kaufinteresse → Blog-Leser, Video-Zuschauer, Besucher der Unternehmensseite
  • Mittlere Kaufabsicht → Webinar-Teilnehmer, Downloads von Leitfäden, wiederkehrende Website-Besucher
  • Hohe Kaufabsicht → Besucher der Preisseite, Besucher der Demoseite, Aufrufen des Lead-Generierungsformulars

Diese Struktur ermöglicht es, die Kommunikation auf natürliche Weise anzupassen, während potenzielle Kunden den Trichter durchlaufen.

Informative Inhalte eignen sich besonders gut für die Sensibilisierungsphase. Fallstudien, Kundenstimmen, Angaben zum ROI und Produktvergleiche erzielen bei Zielgruppen mit hoher Kaufabsicht in der Regel bessere Ergebnisse.

Retargeting wird deutlich effektiver, wenn die Botschaft das widerspiegelt, was der potenzielle Kunde bereits über das Unternehmen weiß.

💡 Expertentipp: Retargeting sollte sich wie eine Fortsetzung einer früheren Interaktion anfühlen. Wenn die Anzeige in keinem Zusammenhang mit der letzten Aktion der Zielgruppe zu stehen scheint, sinkt die Relevanz – und damit meist auch das Engagement.

5. Passen Sie das Anzeigenmotiv an die Zielgruppe an

Eine der schnellsten Methoden, ein Retargeting-Budget zu verschwenden, besteht darin, jeder Zielgruppe dieselbe Anzeige zu zeigen. Ein Interessent, der sich eine Produktdemo angesehen hat, weiß bereits mehr als ein Interessent, der nur kurz einen Blogartikel besucht hat. Die Botschaft sollte diesen Unterschied widerspiegeln.

Betrachten Sie Retargeting eher als eine Abfolge von Maßnahmen denn als eine einzelne Kampagne. Jede Zielgruppe hat bereits eine vorherige Aktion durchgeführt. Die nächste Anzeige sollte ihnen dabei helfen, den nächsten logischen Schritt zu tun.

Zum Beispiel:

  • Blog-Leser → Lehrreiche Inhalte oder Einblicke in die Branche
  • Webinar-Teilnehmer → Fallstudien und Kundenberichte
  • Besucher der Produktseite → Produktvorführungen und Funktionsvergleiche
  • Besucher der Preisseite → Demo-Anfragen, ROI-Inhalte oder Kundenreferenzen

Die wirkungsvollsten Retargeting-Kampagnen bauen Widerstände ab, anstatt aggressiv auf eine Konversion hinzuarbeiten. In dieser Phase wägen potenzielle Kunden in der Regel das Risiko ab. Sie wünschen sich Belege, Glaubwürdigkeit und die Gewissheit, dass sie die richtige Entscheidung treffen. Die Werbung sollte die Fragen beantworten, die sie sich höchstwahrscheinlich stellen.

💡 Expertentipp: Stellen Sie sich vor dem Start einer Kampagne eine einfache Frage:„Was muss diese Zielgruppe als Nächstes sehen?“ Die Antwort führt oft zu besseren Anzeigen als jede Anpassung der Zielgruppenausrichtung.

6. Häufigkeit der Kontrollen und Dauer der Anwesenheit

Retargeting funktioniert, weil es eine Marke im Blickfeld hält. Zu viel Präsenz kann jedoch schnell nervig werden. Viele Werbetreibende konzentrieren sich stark auf die Zielgruppenansprache und die Gestaltung der Anzeigen, während sie die Häufigkeit außer Acht lassen. Infolgedessen sehen dieselben potenziellen Kunden immer wieder dieselbe Anzeige, was zu sinkendem Interesse und verschwendeten Ausgaben führt.

Das Ziel ist es, präsent zu bleiben, ohne sich zu wiederholen. Die Dauer der Besucherinteraktion spielt dabei eine wichtige Rolle. Jemand, der eine Website gestern besucht hat, hat in der Regel eine andere Kaufabsicht als jemand, der sie vor drei Monaten besucht hat.

Ein praktischer Ansatz besteht darin, Zielgruppenfenster auf der Grundlage der Aktualität zu erstellen:

  • 0–30 Tage → Höchste Kaufabsicht
  • 31–90 Tage → Wird aktiv geprüft
  • 91–180 Tage → Langfristige Pflege

Diese Struktur ermöglicht es, Kampagnen an sich im Laufe der Zeit verändernde Interessen anzupassen. Kürzlich besuchte Nutzer erhalten möglicherweise auf Demos ausgerichtete Botschaften, während ältere Zielgruppen von informativen Inhalten, Branchen-Einblicken oder Ankündigungen neuer Produkte profitieren können. Retargeting sollte dem natürlichen Verlauf der Customer Journey folgen, anstatt jeden potenziellen Kunden zu einer sofortigen Konversion zu drängen.

💡 Expertentipp: Ein Besucher der Preisseite aus der letzten Woche ist oft wertvoller als ein Blog-Leser von vor sechs Monaten. Die Aktualität ist häufig genauso wichtig wie die ursprüngliche Interaktion selbst.

7. Ergebnisse analysieren und die Zielgruppe verfeinern

Die erste Retargeting-Kampagne erzielt selten ihre maximale Leistung.

Das Verhalten der Zielgruppe, die Botschaften und die kreativen Inhalte liefern wertvolle Erkenntnisse, sobald die Kampagne läuft. Das Ziel besteht nicht darin, eine perfekte Kampagne zu starten. Das Ziel ist es, sie kontinuierlich zu verbessern.

Finden Sie zunächst heraus, welche Zielgruppen die besten Ergebnisse erzielen.

Manche Segmente generieren zwar viele Klicks, führen aber nur zu wenigen Konversionen. Andere ziehen zwar weniger Besucher an, sorgen aber für deutlich mehr Leads. Anhand dieser Muster lässt sich besser entscheiden, wo das Budget künftig eingesetzt werden sollte.

Achten Sie besonders auf diese KPIs:

✔️ Klickrate (CTR)

✔️ Konversionsrate

✔️ Kosten pro Lead

✔️ Interaktion mit dem Publikum

✔️ Return on Ad Spend

✔️ Einfluss auf die Pipeline

Im Laufe der Zeit können weniger vielversprechende Zielgruppen ausgeschlossen, leistungsstarke Segmente mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet und die Botschaften auf der Grundlage des tatsächlichen Käuferverhaltens verfeinert werden. Kleine Anpassungen sind oft effektiver als umfassende Kampagnenumgestaltungen. Eine andere Überschrift, ein engerer Zielgruppenbereich oder ein gezielteres Angebot können die Ergebnisse deutlich verbessern, ohne dass die Ausgaben steigen.

💡 Expertentipp: Überprüfen Sie zunächst die Leistung der Zielgruppe, bevor Sie die Leistung der Anzeige bewerten. In vielen Fällen liegt das Problem in der Zielgruppenausrichtung und nicht im Werbemittel. Selbst die richtige Botschaft kommt selten gut an, wenn sie der falschen Zielgruppe präsentiert wird.

Wie lässt sich LinkedIn-Content erneut ausrichten?

1. Ermitteln Sie die Personen, die mit den Inhalten interagieren

Das Interagieren mit Inhalten lässt oft schon lange bevor ein Interessent eine Preisseite aufruft oder eine Demo anfordert, Rückschlüsse auf seine Absichten zu.

Kommentare, Reaktionen, Profilbesuche, Weiterveröffentlichungen und wiederholte Interaktionen können allesamt auf Interesse an einem bestimmten Thema, Problem oder einer Lösung hindeuten. Die Herausforderung besteht darin, zu erkennen, welche Interaktionssignale wirklich von Bedeutung sind, und beiläufige Interaktionen von echter Kaufabsicht zu unterscheiden.

Suchen Sie zunächst nach Mustern statt nach vereinzelten Aktionen. Ein potenzieller Kunde, der über mehrere Wochen hinweg mit mehreren Beiträgen interagiert, ist in der Regel wertvoller als jemand, der vor Monaten einen einzelnen Beitrag geliked hat. Wiederholte Interaktionen deuten oft auf aktives Interesse hin und machen zukünftige Kontaktaufnahmen deutlich relevanter.

💡 Expertentipp: Ein wohlüberlegter Kommentar kann mehr wert sein als zwanzig Likes. Konzentriere dich lieber auf diejenigen, die sich aktiv an Gesprächen beteiligen, als auf passive Zuschauer.

2. Interessierte Interessenten erfassen und organisieren

Die Interaktion mit Inhalten gewinnt erheblich an Wert, wenn sie in strukturierte Daten zu potenziellen Kunden umgewandelt wird. Ohne ein entsprechendes System verschwinden Kommentare und Reaktionen im LinkedIn-Feed. Wertvolle Chancen gehen unter neuen Benachrichtigungen und aktuellen Inhalten unter.

Ein CRM hilft dabei, dieses Problem zu lösen.

Mit folk können Teams LinkedIn-Kontakte erfassen, Profile mit zusätzlichen Unternehmens- und Kontaktdaten anreichern und interessierte potenzielle Kunden in speziellen Listen organisieren. So lassen sich besonders interessierte potenzielle Kunden von gelegentlichen Followern unterscheiden und die Kontaktaufnahme entsprechend priorisieren.

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Das Ziel besteht nicht darin, jeden zu kontaktieren, der mit einem Beitrag interagiert. Das Ziel ist es, eine qualifizierte Zielgruppe auf der Grundlage des nachgewiesenen Interesses aufzubauen und präsent zu bleiben, während sich die Kaufabsicht entwickelt!

3. Mit personalisierten Inhalten und gezielten Kontaktaufnahmen das Interesse wieder wecken

Sobald interessierte potenzielle Kunden identifiziert und erfasst wurden, besteht der nächste Schritt darin, präsent zu bleiben. Das bedeutet nicht, dass man sofort ein Verkaufsgespräch beginnen sollte.

In den meisten Fällen beschäftigen sich potenzielle Kunden mit Inhalten, weil sie das Thema relevant finden, und nicht, weil sie bereits kaufbereit sind. Effektives Retargeting setzt den Dialog fort, anstatt eine Conversion zu erzwingen.

Ein praxisorientierter Ansatz verbindet Inhalte mit Kontaktpflege. Teilen Sie zusätzliche Ressourcen, veröffentlichen Sie themenbezogene Inhalte, reagieren Sie auf die Beiträge Ihrer Zielgruppe und senden Sie personalisierte Nachrichten, wenn es einen klaren Anlass dafür gibt. Jede Interaktion sollte sich wie eine natürliche Fortsetzung des bisherigen Austauschs anfühlen. Mit der Zeit schafft wiederholter Kontakt Vertrautheit. Vertrautheit schafft Vertrauen. Vertrauen schafft Chancen.

💡 Expertentipp: Die erfolgreichste Kontaktaufnahme auf LinkedIn beginnt oft erst Wochen nach dem ersten Kontakt. Das richtige Timing ist entscheidend. Eine relevante Nachricht, die nach mehreren aussagekräftigen Kontaktpunkten gesendet wird, kommt in der Regel besser an als ein sofortiger Werbevorschlag nach einem einzigen Kommentar.

Schlussfolgerung

LinkedIn-Retargeting hilft Unternehmen dabei, während langer und komplexer B2B-Kaufprozesse präsent zu bleiben. Anstatt immer wieder neue Zielgruppen anzusprechen, konzentriert es sich auf Personen, die bereits durch Website-Besuche, Interaktionen mit Anzeigen, Interaktionen mit Inhalten oder Lead-Generierungsmaßnahmen Interesse gezeigt haben.

Die effektivsten Kampagnen verbinden Zielgruppensegmentierung, relevante Botschaften und kontinuierliche Optimierung. Wenn jede Anzeige genau auf die Kaufabsicht des potenziellen Kunden abgestimmt ist, ist Retargeting weit mehr als nur eine Branding-Maßnahme. Es wird zu einem Umsatztreiber.

Für Teams, die bezahlte Kundenakquise, Content-Marketing und Social Selling kombinieren, hilft folk dabei, Interaktionen in verwertbare Beziehungsdaten umzuwandeln, indem es Kontakte erfasst, potenzielle Kunden organisiert und Kaufsignale bei jeder Interaktion nachverfolgt.

Aufmerksamkeit ist teuer. Retargeting sorgt dafür, dass sie auch nach dem ersten Klick weiterhin wirkt.

Häufig gestellte Fragen

Kann man auf LinkedIn Retargeting betreiben?

Ja. LinkedIn ermöglicht es Werbetreibenden, Website-Besucher, Videozuschauer, Nutzer, die Lead-Generierungsformulare ausfüllen, Veranstaltungsteilnehmer sowie Nutzer, die mit bestimmten Anzeigen oder Unternehmensinhalten interagieren, erneut anzusprechen.

Wie funktioniert Retargeting auf LinkedIn?

Erstellen Sie im LinkedIn Campaign Manager eine Matched Audience auf der Grundlage von Website-Besuchen oder Interaktionsdaten und erstellen Sie anschließend Kampagnen, die speziell auf diese Zielgruppen zugeschnitten sind. Die Segmentierung der Zielgruppen nach Kaufabsicht führt in der Regel zu besseren Ergebnissen.

Wie richtet man Retargeting-Anzeigen auf LinkedIn ein?

Installieren Sie das LinkedIn Insight Tag, erstellen Sie eine Matched Audience, wählen Sie ein Kampagnenziel aus, erstellen Sie Retargeting-Segmente und schalten Sie Anzeigen, die auf das Engagement und die Kaufabsicht der jeweiligen Zielgruppe zugeschnitten sind.

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