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Die meisten Berufstätigen haben Hunderte oder sogar Tausende von LinkedIn-Kontakten. Nur sehr wenige dieser Kontakte führen jemals zu Empfehlungen, Partnerschaften, Kunden, Stellenangeboten oder sinnvollen beruflichen Beziehungen.
Der Grund dafür ist einfach: Die meisten Menschen betrachten das Networking auf LinkedIn als reines Zahlenspiel. Sie versenden Kontaktanfragen, sammeln Kontakte und machen dann weiter. Die Beziehung entwickelt sich nie über einen Namen in einem überfüllten Netzwerk hinaus.
Die Fachleute, die regelmäßig neue Möglichkeiten erschließen, verfolgen einen anderen Ansatz. Sie legen Wert auf Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit, das richtige Timing und echte Interaktionen, lange bevor sie etwas von anderen benötigen.
Dieser Wandel gewinnt im Jahr 2026 noch mehr an Bedeutung. Da die Posteingänge überfüllt sind und die Akquise immer schwieriger wird, verschaffen starke berufliche Beziehungen einen Wettbewerbsvorteil. Ganz gleich, ob es um Social Selling, Geschäftsentwicklung, Personalbeschaffung, Fundraising oder berufliche Weiterentwicklung geht – Networking bleibt eine der effektivsten Methoden, um neue Chancen zu erschließen.
Die folgenden Tipps zum Networking auf LinkedIn helfen Ihnen dabei, berufliche Kontakte zu knüpfen, die zu Gesprächen, Vertrauen und langfristigem geschäftlichem Nutzen führen.
Warum die meisten Bemühungen zum Networking auf LinkedIn scheitern
Die meisten Netzwerkfehler treten bereits vor der ersten Nachricht auf.❌
Viele Berufstätige gehen mit dem falschen Ziel an LinkedIn heran. Sie konzentrieren sich darauf, Kontakte zu sammeln, anstatt Beziehungen aufzubauen. Infolgedessen wachsen ihre Netzwerke, während sich ihre Chancen nicht verbessern.
Ein häufiger Fehler ist es, jeden neuen Kontakt als potenziellen Kunden zu betrachten. Sobald eine Anfrage angenommen wird, landet schon das nächste Verkaufsgespräch im Posteingang. Die meisten Empfänger erkennen dieses Muster sofort und brechen den Kontakt ab.
Ein weiteres Problem ist die mangelnde Sichtbarkeit vor der Kontaktaufnahme. Menschen reagieren viel eher auf jemanden, den sie bereits in ihrem Feed, in den Kommentaren, in einer Branchengruppe oder in ihrem gemeinsamen Netzwerk gesehen haben. Vertrautheit schafft Vertrauen. Eine Kontaktaufnahme ohne vorherige Interaktion stößt auf Widerstand.
Viele Fachleute unterschätzen zudem die Bedeutung von Beständigkeit. Networking ist keine einmalige Angelegenheit. Ein heute geknüpfter Kontakt kann sechs Monate später zu einem Kunden, Partner, Empfehlungsgeber oder Personalverantwortlichen werden. Beziehungen brauchen regelmäßige Kontaktpunkte, um relevant zu bleiben.
Die stärksten LinkedIn-Netzwerke basieren auf drei Grundsätzen:
- Relevanz: Vernetzen Sie sich mit Menschen, die in derselben Branche tätig sind, ähnliche Interessen und Ziele haben oder denselben beruflichen Kreis angehören.
- Sichtbarkeit: Seien Sie durch Inhalte, Kommentare und Gespräche stets präsent.
- Gegenseitigkeit: Bieten Sie einen Mehrwert, bevor Sie um Zeit, Kontakte oder Geschäftsmöglichkeiten bitten.
Das Knüpfen von Kontakten wird deutlich einfacher, wenn der Fokus nicht mehr auf dem Verkauf, sondern auf dem Aufbau einer Beziehung liegt. Die meisten Geschäftsmöglichkeiten ergeben sich ganz von selbst, sobald Vertrauen aufgebaut ist.
12 LinkedIn-Tipps zum Netzwerken, mit denen man tatsächlich Beziehungen aufbaut
1. Optimieren Sie das Profil, bevor Sie Anfragen senden
Jede Kontaktanfrage wirft dieselbe Frage auf:„Wer ist diese Person?“
Bevor sie eine Einladung annehmen, sehen sich die meisten Fachleute das Profil des Absenders an. Eine schwache Überschrift, ein unvollständiges Profil oder eine vage Beschreibung mindern sofort die Glaubwürdigkeit.
Ein aussagekräftiges LinkedIn-Profil dient als soziale Bestätigung, noch bevor ein Gespräch überhaupt beginnt. Es sollte klar zum Ausdruck bringen, was die Person tut, wem sie hilft und warum andere sich mit ihr vernetzen sollten.
Konzentrieren Sie sich auf die Elemente, die den Menschen als Erstes auffallen:
✔Ein professionelles und wiedererkennbares Profilfoto
✔️Eine Überschrift, die Fachkompetenz vermittelt, nicht nur eine Berufsbezeichnung
✔️Ein prägnanter „Über mich“-Abschnitt mit einer klaren beruflichen Positionierung
✔️Einschlägige Berufserfahrung und Erfolge
✔️Aktuelle Aktivitäten, die Branchenkenntnisse belegen
Das Networking wird einfacher, wenn das Profil Fragen beantwortet, bevor potenzielle Kunden, Partner, Personalvermittler oder Kollegen sie überhaupt stellen müssen.
2. Knüpfen Sie mit einem klaren Grund Kontakt
Die besten Kontaktanfragen wirken niemals zufällig.
Eine gemeinsame Branche, eine gemeinsame Verbindung, eine Konferenz, ein Webinar, ein Podcast-Auftritt oder ein aktueller Beitrag bieten allesamt einen natürlichen Anlass, Kontakt aufzunehmen. Durch den Kontext wirkt eine Einladung sofort relevanter.
Viele Fachleute nehmen Anfragen von Fremden an. Weitaus weniger nehmen jedoch Anfragen an, die scheinbar überhaupt nichts mit ihren Interessen, ihrer Rolle oder ihrem Netzwerk zu tun haben.
Bevor Sie eine Einladung versenden, sollten Sie herausfinden, was beide Seiten verbindet. Schon eine kleine Gemeinsamkeit kann die Akzeptanzquote erhöhen und später den Weg zu einem Gespräch erleichtern. Gutes Networking beginnt mit Relevanz. Ein kleineres Netzwerk mit den richtigen Leuten bietet oft mehr Chancen als Tausende von Kontakten, zu denen keine Verbindung besteht.
3. Gestalte jede Kontaktanfrage individuell
Eine persönliche Einladung muss nicht lang sein. Oft reicht schon ein Satz, um einen aufrichtigen Versuch des Netzwerks von einer Massenansprache zu unterscheiden.
Anstatt die Standard-Anfrage auf LinkedIn zu senden, gehen Sie auf etwas Bestimmtes ein:
- Ein aktueller Beitrag
- Ein gemeinsamer Bekannter
- Eine Unternehmensmitteilung
- Eine Konferenz oder Veranstaltung
- Ein gemeinsamer Kompetenzbereich
Zum Beispiel: „Die Einblicke in das Account-Based Marketing, die du letzte Woche geteilt hast, haben mir sehr gefallen. Ich fände es toll, wenn wir uns austauschen könnten.“
Einfach. Relevant. Menschlich.🔥
Das Ziel ist nicht, zu beeindrucken. Das Ziel ist, dem Empfänger einen Grund zu geben, anzunehmen!
4. Erst Kontakt aufnehmen, dann ansprechen
Die ungezwungensten Gespräche beim Networking beginnen oft schon vor der ersten Nachricht.
Das Kommentieren von Beiträgen, das Einbringen von Beiträgen in Branchendiskussionen oder das Teilen fundierter Erkenntnisse schafft mit der Zeit Vertrautheit. Wenn schließlich eine Kontaktanfrage eingeht, kommt einem der Name nicht mehr unbekannt vor.
Dieser Ansatz funktioniert besonders gut bei hochrangigen Entscheidungsträgern, die jede Woche eine große Menge an Kontaktaufnahmen erhalten. Ein bekanntes Profil fällt stärker ins Auge als eine weitere unaufgeforderte Nachricht.
Ein einfaches Schema funktioniert gut:
✔Folge dieser Person.
✔Veröffentlichen Sie über einen Zeitraum von einigen Wochen zwei oder drei Beiträge.
✔Eine Kontaktanfrage senden.
✔Führen Sie das Gespräch ganz natürlich weiter.
Die Beziehung beginnt schon lange bevor die Einladung verschickt wird.
5. Gemeinsame Kontakte strategisch nutzen
Vertrauen entsteht oft durch bestehende Beziehungen.
Wenn zwei Fachleute gemeinsame Kontakte haben, verlaufen Gespräche in der Regel reibungsloser. Gemeinsame Bekannte dienen als soziale Bestätigung, auch wenn keine direkte Vorstellung stattfindet.
Bevor du Kontakt zu einer neuen Person aufnimmst, überprüfe Folgendes:
👉Gemeinsame Kontakte
👉Frühere Arbeitgeber
👉Alumni-Netzwerke
👉Branchenverbände
👉Fachgemeinschaften
Das Ansprechen einer gemeinsamen Bekanntschaft sollte sich natürlich anfühlen und nicht wie ein Geschäft. Eine Nachricht wie „Mir ist aufgefallen, dass wir beide mit Sarah von Acme in Verbindung stehen“ wirkt weitaus authentischer, als sofort um ein Treffen zu bitten. Starke Netzwerke entstehen selten im luftleeren Raum. Die wertvollsten Kontakte entstehen meist über bestehende Beziehungen.
6. Konzentrieren Sie sich auf Branchengespräche, nicht auf Verkaufsgespräche
Der schnellste Weg, ein Networking-Gespräch zu beenden, ist, es zu früh in ein Verkaufsgespräch zu verwandeln. Fachleute nutzen LinkedIn, um sich weiterzubilden, Ideen auszutauschen, Trends zu verfolgen und mit ihrer Branche in Verbindung zu bleiben. Sie melden sich selten in der Hoffnung an, wieder einmal ein unaufgefordertes Verkaufsgespräch zu erhalten.
Sprechen Sie nicht über Produkte, Dienstleistungen oder Angebote, sondern über Herausforderungen, Trends, Marktveränderungen und gewonnene Erkenntnisse. Fragen führen oft zu besseren Gesprächen als Aussagen.
Themen wie der Einsatz von KI, Trends bei der Personalbeschaffung, die Akquise neuer Kunden, Kundenbindung oder Branchenvorschriften regen ganz natürlich zu Gesprächen an und tragen dazu bei, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, ohne Druck auszuüben. Beziehungen wachsen durch gemeinsame Interessen. Geschäftsmöglichkeiten ergeben sich meist erst später.
7. Kommentiere wie ein Insider
Fakt ist: Die meisten Kommentare auf LinkedIn bieten keinen Mehrwert.
Kurze Kommentare wie„Toller Beitrag!“ oder„Danke fürs Teilen“ erregen selten Aufmerksamkeit und führen so gut wie nie zu einem Gespräch.
Die wirkungsvollsten Kommentare bieten eine neue Perspektive, eine Erfahrung, einen Gegenpol oder ein Beispiel aus der Praxis.
Eine einfache Formel bewährt sich:
- Den Punkt anerkennen
- Eine relevante Erkenntnis hinzufügen
- Die Diskussion vertiefen
Anstatt beispielsweise „Toller Tipp“ zu schreiben, bringen Sie doch eine Beobachtung aus einem aktuellen Projekt, einem Kundengespräch oder einem Markttrend ein.
Mit der Zeit sorgen durchdachte Kommentare dafür, dass man bei Branchenkollegen wahrgenommen wird, und machen einen zu einer Person, die es sich lohnt, kennenzulernen.
8. Biete einen Mehrwert, bevor du um etwas bittest
Die meisten Menschen erinnern sich an diejenigen, die ihnen helfen. Ein hilfreicher Artikel, ein Einblick in den Markt, eine Vermittlung, eine Empfehlung, ein Jobangebot oder auch nur eine wohlüberlegte Antwort auf eine Frage können ohne großen Aufwand für Sympathie sorgen.
Das Prinzip ist einfach: Erst geben, dann bitten. Das bedeutet nicht, dass man stundenlange Arbeit umsonst verschenkt. Es bedeutet vielmehr, nach Gelegenheiten zu suchen, sich nützlich zu machen, wenn es sinnvoll ist.
Fachleute, die kontinuierlich einen Mehrwert bieten, werden zu vertrauenswürdigen Ansprechpartnern. Vertrauenswürdige Ansprechpartner erhalten mehr Antworten, mehr Empfehlungen und mehr Chancen. Networking funktioniert am besten, wenn nicht jede Interaktion sofort zu einer Bitte führt.
9. Halte Gespräche auf natürliche Weise am Laufen
Viele vielversprechende Kontakte im Netz verlaufen nach nur zwei Nachrichten im Sande. Nicht, weil der andere kein Interesse hat, sondern weil der Austausch in eine Sackgasse gerät.
Die besten Gespräche lassen Raum für eine Fortsetzung. Anstatt mit einer Feststellung zu enden, sollten Sie eine Frage, eine Bemerkung oder ein Thema einbringen, das mit der Diskussion in Zusammenhang steht.
💡 Fragen Sie beispielsweise nach der Erörterung eines Markttrends, wie sich dieser auf das Team, die Kunden oder die Prioritäten in diesem Jahr auswirkt.
Das Ziel ist nicht, das Gespräch endlos am Laufen zu halten. Das Ziel ist es, einen echten Austausch zu schaffen, statt einer Aneinanderreihung zusammenhangloser Nachrichten.
10. Verwandeln Sie Online-Kontakte in echte Gespräche
Eine LinkedIn-Verbindung ist nur der Anfang. Starke berufliche Beziehungen entstehen in der Regel durch intensivere Interaktionen wie Videoanrufe, Branchenveranstaltungen, Konferenzen, Webinare oder die Vermittlung von gemeinsamen Kontakten.
Nach mehreren aufschlussreichen Gesprächen wirkt der Vorschlag, sich kurz zu unterhalten, oft eher natürlich als aufdringlich.
Gutes Networking lässt sich nicht an der Anzahl der Kontakte messen. Es misst sich daran, wie viele Menschen bereit sind, auf eine Nachricht zu antworten, Ratschläge zu geben, eine Verbindung herzustellen oder eine Gelegenheit zu schaffen. Die stärksten Geschäftsbeziehungen beschränken sich selten auf den LinkedIn-Posteingang.
11. Bleiben Sie präsent, ohne aufdringlich zu wirken
Aus den Augen, aus dem Sinn. Das heißt aber nicht, dass man jeden Beitrag kommentieren, wöchentlich Nachrichten verschicken oder Interaktionen erzwingen muss, die keinen Mehrwert bieten.
Besser ist es, durch gelegentliche Kontaktaufnahme präsent zu bleiben. Ein wohlüberlegter Kommentar, eine Glückwunschnachricht nach einer Beförderung, eine Reaktion auf eine Leistung oder ein relevanter Einblick in die Branche können Beziehungen aufrechterhalten, ohne den anderen zu überfordern.
Konsistenz ist wichtiger als Häufigkeit. Fachleute erinnern sich eher an diejenigen, die regelmäßig nützliche Ideen einbringen, als an diejenigen, die ständig um Aufmerksamkeit buhlen.
12. Nachfassen, ohne verzweifelt zu wirken
Die meisten Berufstätigen haben viel zu tun. Eine verspätete Antwort bedeutet selten, dass kein Interesse besteht. Besprechungen, Termine, Dienstreisen und andere dringende Aufgaben lassen LinkedIn-Nachrichten oft ganz unten im Posteingang landen.
Nachfassen ist normal. Mehrmaliges Nachfassen innerhalb weniger Tage ist es nicht.
Ein konsequentes Nachfassen wirkt eher hilfreich als fordernd.
Anstatt zu fragen, ob jemand die vorherige Nachricht gesehen hat, bring lieber etwas Neues in die Unterhaltung ein:
👉 Ein relevanter Einblick in die Branche
👉 Ein aktueller Marktüberblick
👉 Eine nützliche Quelle
👉 Eine neue Sichtweise auf das ursprüngliche Thema
Dieser Ansatz bietet einen Anlass für eine erneute Kontaktaufnahme, wobei die Interaktion professionell und respektvoll bleibt.
Verhaltensregeln auf LinkedIn, die jeder Berufstätige beachten sollte
Bei gutem Networking geht es nicht nur darum, was man tun sollte. Es geht auch darum, was man vermeiden sollte.
Kleine Fehler können die Glaubwürdigkeit untergraben, die Rücklaufquoten senken und dazu führen, dass berufliche Interaktionen eher wie reine Geschäftskontakte wirken. Die erfolgreichsten Netzwerker wissen, dass LinkedIn wie eine berufliche Veranstaltung funktioniert und nicht wie eine Datenbank zur Massenakquise.
1. Die Zeit anderer respektieren
Lange Nachrichten, mehrere Nachfass-E-Mails innerhalb weniger Tage und sofortige Einladungen zu Besprechungen sorgen für unnötige Reibungsverluste.
Halten Sie Ihre Anfragen prägnant, relevant und leicht zu beantworten.
2. Beginnen Sie niemals sofort nach der Kontaktaufnahme mit Ihrer Präsentation
Kaum etwas untergräbt das Vertrauen schneller, als eine Werbebotschaft zu versenden, sobald eine Kontaktanfrage angenommen wurde.
Lassen Sie die Beziehung sich zunächst auf natürliche Weise entwickeln, bevor Sie geschäftliche Gespräche ansprechen.
3. InMails vor dem Versenden personalisieren
Premium sind kein Ersatz für gute Kommunikation.
Ob Kontaktanfragen, Direktnachrichten oder InMails – die Relevanz ist wichtiger als die Menge.
4. Vermeiden Sie allgemeine Formulierungen
Kommentare wie „Toller Beitrag“ oder „Interessante Sichtweise“ tragen selten zur Diskussion bei.
Fügen Sie nach Möglichkeit Hintergrundinformationen, Fachwissen, Beispiele oder eine andere Sichtweise hinzu.
5. Bitte nicht zu früh um Gefälligkeiten bitten
Vorstellungen, Weiterempfehlungen, Empfehlungen und Treffen sind mit sozialem Kapital verbunden.
Wenn man zunächst eine Beziehung aufbaut, bevor man um etwas bittet, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer positiven Antwort erheblich.
6. Halten Sie die Gespräche professionell
Meinungsverschiedenheiten kommen vor. Öffentliche Auseinandersetzungen, aggressive Kommentare und konfrontative Wortgefechte tragen selten dazu bei, den beruflichen Ruf zu stärken.
Stellen Sie Ideen bei Bedarf in Frage, bleiben Sie dabei jedoch respektvoll und konstruktiv.
7. Bestätigen und antworten
Networking ist ein wechselseitiger Prozess. Wenn jemand einen Beitrag kommentiert, einen Rat gibt, eine Kontaktaufnahme vermittelt oder eine Gelegenheit weitergibt, sollten Sie diese Bemühungen würdigen. Kleine Gesten tragen dazu bei, langfristige berufliche Beziehungen zu festigen.
💡 Expertentipp: Die angesehensten LinkedIn-Nutzer konzentrieren sich selten auf das Networking an sich. Sie legen Wert darauf, nützlich, präsent und glaubwürdig zu sein. Um diese Eigenschaften herum bilden sich ganz von selbst starke Netzwerke.
Eine einfache Strategie für das Networking auf LinkedIn für das Jahr 2026
Viele Fachleute betrachten Networking als eine Abfolge einzelner, voneinander getrennter Handlungen. Sie senden Kontaktanfragen, tauschen ein paar Nachrichten aus und wenden sich dann dem nächsten Kontakt zu.
Die erfolgreichsten Netzwerker folgen stattdessen einem wiederholbaren Prozess. Das nachstehende Rahmenkonzept hilft dabei, aus Fremden berufliche Kontakte zu machen, die im Laufe der Zeit zu Empfehlungen, Partnerschaften, Karrieremöglichkeiten und Umsatz führen können.
Der größte Fehler passiert beim Übergang von der Kontaktaufnahme zum Gespräch. Viele Menschen stürzen sich direkt von einer Kontaktanfrage in ein Verkaufsgespräch. Erfolgreiche Netzwerker verwenden mehr Zeit darauf, Vertrauen aufzubauen, als um etwas zu bitten.
Betrachten Sie das Networking auf LinkedIn eher als Beziehungsaufbau denn als Akquise von Leads. Chancen ergeben sich oft als Nebeneffekt von Glaubwürdigkeit, Sichtbarkeit und Beständigkeit. Ein geduldig aufgebautes Netzwerk ist in der Regel erfolgreicher als ein aggressiv aufgebautes.
Wie verwaltet man Hunderte von beruflichen Kontakten, ohne den Überblick zu verlieren?
Ein Netzwerk aufzubauen ist relativ einfach. Es zu pflegen ist weitaus schwieriger. Nach einigen Monaten aktiver Netzwerkarbeit stehen die meisten Berufstätigen vor dem gleichen Problem: Die Gespräche verteilen sich auf LinkedIn, E-Mails, Veranstaltungen, Telefonate und Besprechungen. Wichtige Details geraten in Vergessenheit. Nachfassaktionen erfolgen zu spät oder bleiben ganz aus.
Das Ergebnis ist ein Netzwerk voller verpasster Chancen. Ein einfaches System hilft, diese Situation zu vermeiden.
Erfassen Sie für jeden wichtigen Kontakt folgende Informationen:
- Wo und wann die Beziehung begann
- Gemeinsame Interessen oder berufliche Themen
- Letzte Unterhaltungen
- Berufliche Veränderungen oder Beförderungen
- Mögliche Kooperationsmöglichkeiten
- Geplante Termine für die Nachsorge
Dieser Prozess ist besonders wichtig für Gründer, Personalvermittler, Berater, Vertriebsfachleute und alle, deren Erfolg von zwischenmenschlichen Beziehungen abhängt.
Viele Berufstätige gehen irgendwann über reine Tabellenkalkulationen und LinkedIn-Nachrichten hinaus. Mit Tools für das Beziehungsmanagement lassen sich Gespräche leichter bündeln, Erinnerungen einrichten, Kontakte organisieren und regelmäßige Kontakte innerhalb eines wachsenden Netzwerks pflegen.
Für Teams, die LinkedIn als primären Kanal für Networking und Social Selling nutzen, hilft folk dabei, Kontakte zu erfassen, Interaktionen nachzuverfolgen, Beziehungen zu organisieren und Nachfassaktionen zu verwalten, ohne den Kontext zwischen den Gesprächen aus den Augen zu verlieren.
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Schlussfolgerung
Bei einem starken LinkedIn-Netzwerk geht es nicht darum, so viele Kontakte wie möglich zu sammeln. Die Fachleute, die sich kontinuierlich neue Chancen erschließen, konzentrieren sich darauf, Vertrauen aufzubauen, präsent zu bleiben und Beziehungen langfristig zu pflegen. Sie knüpfen erst einmal Kontakte, bevor sie aktiv werden, beteiligen sich an Branchendiskussionen, gestalten ihre Interaktionen individuell und gehen zielgerichtet nach.
Kleine Gesten führen oft zu den größten Erfolgen. Ein aufmerksamer Kommentar, eine passende Vorstellung oder eine zum richtigen Zeitpunkt gesendete Nachricht können Türen öffnen, die man durch eine unpersönliche Kontaktaufnahme niemals erreichen könnte.
Da der Wettbewerb auf LinkedIn immer härter wird, ist die Qualität der Beziehungen wichtiger als die Größe des Netzwerks. Fachkräfte, die in echte Beziehungen investieren, erhalten Zugang zu Empfehlungen, Partnerschaften, Kunden, Karrieremöglichkeiten und Branchenkenntnissen, die über andere Kanäle nur schwer zu erschließen sind.
Das wertvollste LinkedIn-Netzwerk ist nicht das größte. Es ist dasjenige, das auf Vertrauen, Beständigkeit und sinnvollen beruflichen Beziehungen basiert.
Häufig gestellte Fragen
Wie knüpft man Kontakte auf LinkedIn?
Erfolgreiches Networking auf LinkedIn beginnt damit, Beziehungen aufzubauen, und nicht damit, Kontakte zu sammeln. Optimieren Sie Ihr Profil, beschäftigen Sie sich mit relevanten Inhalten, personalisieren Sie Kontaktanfragen und beteiligen Sie sich an Branchendiskussionen, bevor Sie direkt Kontakt aufnehmen.
Sobald der Kontakt hergestellt ist, sollten Sie sich darauf konzentrieren, echte Gespräche zu führen, anstatt sofort für ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Geschäftsmöglichkeit zu werben. Kontinuierliche Interaktion und durchdachte Nachfassaktionen führen oft zu besseren Ergebnissen als massenhafte Werbemaßnahmen.
Was ist Networking auf LinkedIn?
Das Networking auf LinkedIn ist der Prozess des Aufbaus und der Pflege beruflicher Beziehungen über LinkedIn.
Zu diesen Beziehungen können Kollegen, Branchenkollegen, Personalvermittler, potenzielle Kunden, Partner, Investoren und Entscheidungsträger gehören. Das Ziel besteht darin, berufliche Kontakte zu knüpfen, die zu Wissensaustausch, Empfehlungen, Karrieremöglichkeiten, Partnerschaften oder geschäftlichem Wachstum führen können.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Networking-Veranstaltungen ermöglicht LinkedIn Fachkräften, kontinuierlich Beziehungen aufzubauen, unabhängig vom Standort.
Sollten Berufstätige beim Networking lieber LinkedIn oder E-Mail nutzen?
Beide Kanäle dienen unterschiedlichen Zwecken.
LinkedIn eignet sich am besten zum Aufbau von Kontakten, da es durch Profile, gemeinsame Kontakte, Inhalte und berufliche Hintergründe einen Kontext bietet. Es schafft ein natürliches Umfeld für erste Interaktionen.
E-Mails sind oft effektiver, sobald eine Beziehung aufgebaut wurde. Die Kommunikation lässt sich in der Regel leichter handhaben, Nachfassaktionen werden übersichtlicher, und die Gespräche können über die Nachrichtenfunktion von LinkedIn hinausgehen.
In vielen Fällen verbindet die effektivste Networking-Strategie beide Kanäle: Man knüpft den ersten Kontakt auf LinkedIn und führt wichtige Gespräche gegebenenfalls per E-Mail weiter.
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